Leider müssen wir uns im Laufe der Jahre immer wieder von Vermittlungskatzen, die über Aktion Tierisch Happy e.V. ein gutes und schönes Happy Home gefunden haben, verabschieden. Hier finden diese Tiere ein Plätzchen, wo sie nicht vergessen werden. Alle unsere Tiere sind in unseren Gedanken immer bei uns. Auch wenn ihre Zeit in ihrer Happy Familie vielleicht zu kurz war, so hatten sie doch so viel mehr, als so viele andere, die nie die Geborgenheit eines Zuhauses haben, nie eine liebe Hand spüren. Daher sind wir immer traurig, wenn eine "unserer" Katzen gehen muss, aber wir sind auch froh, dass sie erleben konnte, was es heißt, ohne Angst und Schrecken zu leben. 

 

Wir werden alle unseren kleinen Fellnasen nie vergessen!


2018


Juni 2018

Liebster Isi,

im letzten Herbst kamst du als Pflegekater zu mir. Der rote hübsche Isidoro, FIV positiv, der schon viele Jahre lang auf der Straße in Spanien Menschen hinterher lief und niemanden fand, der ihn aufgenommen hätte. Meine Pflegekatzen gewinne ich immer sehr lieb, aber du hast mit deiner Geschichte und deinem so traurigen Blick mein Herz direkt ganz tief berührt, und ich war froh, als du gut gelandet warst.

Du wirktest immer, als würdest du ein großes Geheimnis in dir bergen mit deiner gelassenen, weisen Art... Als du ankamst, wurde rasch klar, dass du schon viele Jahre auf dem Buckel hattest und einiges erlebt haben musst, denn du warst in keinem guten Zustand. Aber nichts konnte dich aus der Ruhe bringen. Du wurdest hier gut versorgt und gepäppelt, und zu meiner großen Freude verliebte sich eine Helferin in meiner Tierarztpraxis in dich. Im Zuge deiner Adoption befreundeten wir uns; ich verdanke dir also sogar diese schöne Freundschaft, und ich konnte dich dadurch zudem regelmäßig sehen und beobachten, wie du aufblühtest.

Deine Adoptivmama und du, dass passte einfach zusammen… Du fühltest dich sofort wohl mit ihr in ihrer schönen großen Wohnung. Ihr beiden habt euch sofort ineinander verliebt und habt eure gemeinsame Zeit intensiv genossen. Von draußen hattest du dein hübsches Näschen voll. Gelegentlich hast du dich mit ihrauf die Terrasse zum Sonnenbaden gelegt, dich an ganz aktiven Tagen auch mal ein paar Meter weiter Richtung in den Garten oder gar das angrenzende Feld gewagt oder sogar mal kurz das Vogelhäuschen belagert. Aber in aller Regel war es dir viel wichtiger, endlich ein sicheres, stressfreies Zuhause zu haben und darin mit ihr zu schmusen, regelmäßig feines Fressen zu bekommen und viele schöne Kuschelplätze auf der Fensterbank, dem Sofa, dem Schreibtisch und im Bett zu haben, rauszuschauen, viel zu schlafen und endlich zur Ruhe zu kommen nach einem offenbar anstrengenden Leben. Auch deinen Kratzbaum hast du geliebt, hast dich immer wieder drumrum gekringelt und selbstversunken mit deinem Schwanz gespielt in deinem ganz eigenen „Tempo“… J

Deinen Zähnen und deinem Zahnfleisch ging es leider chronisch nie richtig gut, und dank ihrem Job konnte Deine Adoptivmama auch in dieser Hinsicht alles nur Erdenkliche für dich tun. Erst vor einigen Wochen entschloss sie sich schweren Herzens dazu, dir trotz Narkose-Risiko schließlich auch die letzten Zähne ziehen zu lassen, und sie war unendlich froh, als du die OP gut überstanden hast und schließlich sogar wieder richtig gut gefressen hast. Wir freuten uns über dein wachsendes Bäuchlein und darüber, dass du endlich Speck angesetzt hast... Bis uns klar wurde, dass das süße Bäuchelein zu schnell wächst, bei allem Appetit... Dann die niederschmetterende Diagnose… FIP… Ein Todesurteil. Wir konnten es kaum fassen. Gerade jetzt…

Sie konnte nichts mehr für dich tun, nur noch die letzten Tage wunderschön gestalten und dir durch Medikamente alle Schmerzen nehmen. Die ganze Familie und Bekanntschaft kamen zum Abschied zu dir. Gestern Abend mussten wir dich, um dir Leid zu ersparen, über die Regenbogenbrücke gehen lassen... Bis zur letzten Minute hast du dein Leben genossen und in der Sonne gelegen.

Wir sind unendlich traurig. Und gleichzeitig unendlich froh, dass du wenigstens in deiner letzten Lebensphase ein Leben ohne Sorgen und in Liebe führen durftest, und dass wir dich, wenn leider auch für viel zu kurze Zeit, begleiten durften… Du wunderbarer weiser, gelassener Kater.

Du bleibst immer in unserem Herzen. Und wir hoffen, dass möglichst viele Menschen auch an die älteren oder kranken Katzen denken, die es so verdient hätten, eine letzte Lebenszeit in Liebe zu verbringen.

 


Juni 2018:   Filou - leider eine viel zu kurze Reise :,-(
 
Filou hatte großes Glück und durfte im August 2017 in sein Happy Home ziehen. Er hatte dort - neben seiner Katzenfreundin Maja - ein Zuhause gefunden, in dem er über alles geliebt wurde. Nach einer Eingewöhnungsphase durfte Filou dann auch nach draußen. Leider ist ihm sein Freiheitsdrang und vermutlich seine Furchtlosigkeit zum Verhängnis geworden, denn er wurde im Juni 2018 in einer 30er Zone überfahren.
 
Filou war für seine Besitzer einzigartig: er verfolgte sie auf Schritt und Tritt, holte sich seine Kuscheleinheiten wann immer er konnte und war einfach "der beste Kater der Welt".
 
Susanne aus unserer Happy Crew hatte Filou persönlich in sein Happy Home begleitet... Sie und natürlich auch der Rest der Crew trauern mit der Familie um den süßen Mann. Wir werden Dich nie vergessen, kleiner Filou. Deine Happy Crew

März 2018

 
Im Dezember 2012 adoptierten wir Perli und Ninja. Mit denen wir schon viele schöne Erlebnisse teilen durften. Leider ist die kleine Ninja im März diesen Jahres über die Regenbogenbrücke gegangen.
Wir gingen zum Tierarzt in der Annahme sie habe Magenprobleme und mussten uns erklären lassen,
dass sie einen großen Tumor habe, der leider schon 3 Organe betroffen hat.
Ninja war trotzdem eine große Kämpferin und die Liebe die sie in sich trug und uns schenkte werden wir niemals vergessen.

Perli und wir sind sehr traurig. 
Daniel und Lidia Sch.

Auch wir trauern mit Daniel, Lidia und Perli um die schöne Ninja und wünschen ihnen viel Kraft in dieser Zeit. Alles Liebe auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke, kleine Ninja.  Deine Happy Crew 

03.03.2018

 

Die kleine Lilou lebte in Köln bei Anke, gemeinsam mit Louie und Lilly. Louie wurde leider im August 2016 überfahren. 

Lilou wurde vor einer Woche krank, sie erbrach sich, zeigte wenig Appetit. Es wurde noch viel versucht, um ihr zu helfen. Letztlich hatte sie ein Krankheit, die ihre Blutkörperchen angegriffen hat, sie am Ende kaum noch wirkliches Blut im Körper hatte. Daher wurde die kleine Maus am 03.03. erlöst, nachdem sie offensichtlich starke Schmerzen hatte. 

 

Sie wurde leider nur einige wenige Jahre alt und musste viel zu früh gehen. Wir trauern gemeinsam mit Anke um die kleine, hübsche Lady - komm' gut über die Regenbogenbrücke, kleine Lilou! Wir werden dich nicht vergessen!

 

Deine Happy Crew 


März 2018

 

Liebes Tierisch-Happy-Team,

 

leider haben wir eine sehr schlechte Nachricht von Holy zu überbringen. 

 

Leider ist wohl ihre Leukose richtig ausgebrochen, so dass sie auf Dauer mit dem Erythrozytenproblem keine Luft mehr bekommen hatte. Letzte Woche waren wir am Mittwoch schon einmal bei der Tierärztin, weil sie öfters gewürgt hatte, ohne dass außer Spucke etwas herausgekommen wäre. Dort bekam sie Antibiotika, die wir auch noch 2 x weiter gespritzt hatten. Auf dem Röntgenbild war nichts zu sehen (z.B. Lymphom). Zwischendurch hatte sie dann ab und zu gequietscht. Gestern hatte sie sich sogar schon ins Wohnzimmer vorgewagt und um die Couchecke geschaut....

 

Leider hat sich heute Nacht die Situation der Atmung drastisch verschlechtert, so dass sie quasi nach Luft schnappend am Fußende des Bettes lag. Man konnte das schon nicht mehr mit ansehen. Als unsere Tierärztin dann um 9 Uhr geöffnet hat, sind wir sofort zu ihr gefahren. Durch die Aufregung ist die Atmung dann nochmals viel, viel schlechter geworden, so dass wir sie gemeinsam erlöst haben. Leider war das bei der Mutter unserer Snoopy letzten September auch so, dass es ihr sehr kurzfristig extrem schlecht ging und wir sie innerhalb eines Abends erlösen lassen mussten.

 

Holy wird in unserem Garten ein schönes Plätzchen finden. Josefica geht es bis jetzt zum Glück sehr gut.

 

Wir hätten ihr gerne mehr Zeit außerhalb des Schreibtisches gegönnt. Wenigstens hat sie ihre letzte Nacht im Bett verbracht, nachdem sie seit dem Tierarzt vermehrt herumgelaufen ist und bei meinem Mann öfters im Arm gelegen und geschlafen hat.

 

Wir sind untröstlich.

 

Cornelia und Frank H. 

 

Auch wir trauern um die kleine Holy - wir hatten uns so gefreut, dass die kleine FeLV-positive Katze endlich ein Plätzchen gefunden hatte. Sie brauchte recht lange, um sich an die neue Situation zu gewöhnen. Und gerade als sie auftaute, ihre Familie lieben lernte und deren Nähe suchte, schlug die Krankheit leider zu. Wir danken ihrer tollen Familie, die sich bewusst für ein FeLV-positives Tier entschieden hat, auch wenn Holy nun nur 3 Monate in ihrer Familie leben konnte. Auch diese Katzen haben eine Familie verdient. Gute Reise, kleine Holy! Deine Happy Crew 


Februar 2018

26.02.2018

 

Hallo tierisch-happy-Team,

 

dies wird die letzte Nachricht von Grey sein, von uns Crazy genannt. Wie wir euch schon gestern mitteilten ist Crazy überfahren worden.  Crazy wurde noch von der Fahrerin zur Tierärztin gebracht. Dann ging alles seinen Lauf. Wir wollten es nicht glauben, denn eine halbe Stunde zuvor haben wir sie noch gesehen. Trotz des Verlustes von Crazy und der jetzigen tiefen Trauer haben wir erfahren, dass sie sofort nach dem Aufprall verstorben ist. Es lindert den Schmerz, dass sie noch „versorgt“ wurde. Wir haben Crazy am 21.01.2017 von Wiesbaden abgeholt, ein eisiger Tag und sie wurde uns genommen, an einem eisigen Tag, +26.02.2018. Sie war uns so ans Herz gewachsen, und wir denken immer noch, sie klopft jeden Moment an die Terrassentür. Nun ist es sehr still geworden. Nicht nur, dass wir ihr mittlerweile sanftes Wesen so vermissen. Sie hatte nur zu uns Vertrauen. Wir vermissen ihre Art, dass sie mit so viel Freude und Liebe uns begegnete.

Unsere Crazy, wir trauern um dich und behalten dich immer im Herzen.

 

In schmerzlicher Erinnerung

Joachim und Nadja

 

Auch wir trauern um die kleine Crazy, die ihr Plätzchen gefunden hatte.... RIP, kleine Lady! Deine Happy Crew 


16.02.2018

 

Hallo Annabelle, Tanja und Liane,

heute muss ich euch leider eine traurige E-Mail schreiben, weil unser sehr lieber Kater Joey überfahren wurde. Wir sind sehr traurig. Joey hat noch nicht mal ein ganzes Jahr bei uns gelebt (Morgen, am 17. Februar, wäre es genau ein Jahr gewesen). 

In der kurzen Zeit die er bei uns war, ist viel passiert. 

Joey war natürlich nicht nur ein lieber, sondern auch ein sehr kluger Kater. Die Katzentüren im Haus zu benutzen hat er sich bei unseren anderen Katzen abgeschaut, wie er an der chipgesicherten Katzenklappe herumfummeln musste, um auch in den Garten zu gelangen, hat er sich allerdings selbst beigebracht. Wir wollten ihm den Freigang eigentlich erst später erlauben, haben dann aber vor seinem Freiheitsdrang kapituliert. Tatsächlich war er später auch zwei Mal für mehrere Tage verschwunden, beim dritten Mal konnte er dann nicht mehr nachhause kommen. 

Anfang Juli lag Joey morgens mit einem gebrochen Hinterbein auf unserer Terrassencouch. Der Tierarzt musste operieren. Da der Oberschenkelknochen direkt unter dem Hüftgelenk gebrochen war, hatte der TA den Oberschenkel ein Stück gekürzt, so das die Knochen nicht aneinander reiben können. Die Sehnen und Muskeln des Oberschenkels haben das fehlende Stück in recht kurzer Zeit kompensiert und Ende Juli hat Joey nur noch leicht gehumpelt und konnte schon wieder die Nachbarschaft unsicher machen, unglaublich wie schnell das ging! Die kurze Krankenzeit hat er ganz geduldig in einem Zimmer verbracht, immer hoch erfreut wenn wir zu ihm gekommen sind um ihn zu füttern, zu streicheln und vor allem viel mit ihm zu spielen. Was zu dem Unfall geführt hat, ist nicht klar, aber er hatte laut Tierarzt an beiden Mittelfüssen Bisswunden. 

Joey war auch ein sehr wilder kleiner Kerl, der unglaublich gerne (aber immer spielerisch!) gebissen hat. Vielleicht ist er deshalb damals in Rumänien nach so kurzer Zeit wieder im Tierheim abgeben worden. Manchmal hat er, wenn er gemütlich irgendwo gelegen hat, und man ihn dann streichelte, laut schnurrend einen Finger zwischen seine Zähne genommen und ist dann mit dem Finger im Mäulchen wieder eingedöst. Mit seiner Wildheit hat er allerdings besonders unsere kleine Katze Freddy in Angst und Schrecken versetzt, sie war immer auf der Hut, dass sie nicht hinterrücks von Joey überfallen wird. Wahrscheinlich wäre für Joey ein Kater in seinem Alter perfekt gewesen. Da auch unsere Katze Amber nur ganz selten mit ihm spielen wollte, musste er mit mir vorlieb nehmen. Das Versteckspielen mit ihm hat, zumindest mir, viel Spaß gemacht.

Bemerkenswert war auch, dass er es gerne mochte auf den Armen getragen zu werden. Die meisten Katzen wollen ja bald wieder heruntergelassen werden, aber Joey nicht.

 

Traurige Grüße

Joey's Familie 


Januar 2018

16.01.2018

 

Linda kam im Frühjahr 2017 in ihrem Happy Home an, nachdem die kleine Schönheit längere Zeit in der Vermittlung war und leider immer übersehen wurde. Letztlich fand sie bei Tabea ein schönes Happy Home in der Pfalz. 

 

Linda war seit einiger Zeit nicht richtig fit, die Familie war regelmäßig mit ihr beim Tierarzt, leider wurde eine schwerwiegende Krankheit übersehen. 

Linda verstarb sehr plötzlich in ihrem Lieblingskörbchen zuhause.

 

Gemeinsam mit ihrer Familie trauern wir sehr um die kleine Samtpfote mit dem besonderen Blick. 

 

Ruhe in Frieden, kleine Linda!

 


2016

August 2016

Luisito – mi corazón. ❤️

 

Mein Louie, mein Seidenfellchen, mein Süßfisch, mein Fischlein, mein Schatzekater, mein Knickschwänzchen, mein Hase, mein Ein und Alles!

 

Ich schrei das lautlos. Ständig und immer. Egal wo ich bin – meine Gedanken sind bei Dir.

Ich kann es nicht fassen. Du bist einfach nicht mehr da. Du gingst am Morgen des 23. August nach dem Frühstück aus dem Haus, so wie jeden Morgen – fröhlich und unternehmungslustig.

Und kamst nicht mehr zurück. Du wirst nie mehr wiederkommen.

 

Weil man Dich an der Hauptstraße in Langel umgefahren hat. Und Dich einfach am Straßenrand hat liegen lassen. Meinen kleinen, vorsichtigen, grundguten, besonderen, so sehr geliebten Kater.

230 Meter von Deinem Zuhause und von mir entfernt bist Du an diesem strahlend schönen Sommermorgen gestorben. Da, wo die Lülsdorfer Straße an der Steigung in den Loorweg übergeht. An der Leitplanke vor dem verlassenen Haus. Dort, wo ich jeden Tag vorbeifahre.

So lange lagst Du da, und niemand hat sich gekümmert. Und ich war zu Hause, fragte mich, wo du so lange bleibst und konnte nicht ahnen, was dir geschehen war. Dass Dein kleines riesengroßes Katerherz aufgehört hatte zu schlagen. Irgendwann an diesem Morgen.

 

Um 18 Uhr dann dieser Anruf von Tasso. „Frau Sender, es geht um Ihren Kater Luisito. Ich habe leider keine guten Nachrichten für Sie. Ihr Kater ist leider verstorben.“

Diese Worte klingen immer noch in mir nach. „Ihr Kater ist leider verstorben“. Ein großer Teil von mir ist bei diesen Worten mit Dir gestorben, mein Hase.

Und dann war da plötzlich gar nichts mehr. Nur noch so ein unerträglicher Schmerz und eine solche Leere..

 

Dieser Mensch, der einfach so weiter gefahren ist, wird nie erfahren, welches Leid und Verlust er mir und Deiner besten Kumpeline Lily angetan hat.

 

Der Platz in meiner Kniekehle bleibt jetzt jede Nacht leer. Es gibt jetzt keine meckernde Aufforderung zum Spielen mehr. Kein erwartungsvolles Sitzen auf dem Küchenschrank, den Blick fest auf den Schrank mit der Leckerlidose gerichtet. Keine Schmuseattacken, kein Bauchkrabbeln – nie wieder wirst du ein Nickerchen auf meinem Schoss machen.

Zusammengerollt, den Kopf in meiner Hand vergraben, zufrieden schnurrend – voller Liebe für mich. Und ich für Dich.

Nie wieder wirst Du unsere Lily mit einem Nasenstupser begrüßen, sie zum Raufen animieren, ihr die Leckerlies klauen.

Nie wieder wirst Du mich begrüßen, wenn ich von der Arbeit heimkomme. Keine Nasenküsse mehr. Nie mehr.

 

Dabei spür ich sie immer noch so deutlich. Deine kleine kalte hellbraune Katernase.

Seit ich Dich im Herbst 2013 auf der Vermittlungsseite von Tierisch Happy gesehen hatte, war es um mich geschehen. Deine grünen, aufmerksamen Augen hatten mich gleich eingefangen.

Und sie haben mich nie wieder losgeslassen. Als Du mit deiner Freundin Lily im Oktober 2013 dann aus dem spanischen Murcia zu uns gekommen bist konnte ich nicht ahnen, was für eine besondere Beziehung wir beiden haben sollten.

Unser Kennenlernen verlief von Deiner Seite eher vorsichtig. Ganz anders als Lily,die gleich das Sofa und unsere Familie in Besitz nahm, hast Du Dich erst einmal scheu und ängstlich hinter dem Sofa versteckt. Ich seh Dich noch wie heute da sitzen, Du kleine Schissbuxe. Die erste Nacht bei uns hast Du nur miaut. Genauso wie den lieben langen Weg von Wiesbaden,wo ich euch beide abgeholt hatte, bis nach Hause. Wo Du mir im Auto die Ohren vollgesungen hat.

 

Und dann fingst Du an zu vertrauen. Uns zu vertrauen. Mir zu vertrauen. Und aus dem kleinen ängstlichen Schisser wurde ein riesengroßer Schmusekater.

Ich habe euch beide von Anfang an sehr lieb gehabt, wie auch die kleine Zicke Lilou, die letztes Jahr zu uns kam, und die mit Euch beiden – trotz aller Bemühungen eurerseits – nie richtig warm geworden ist. Sie ist halt eine kleine Alleinherrscherin und lässt das die arme Lily auch spüren.

Aber Gottseidank hatte Lily immer Dich an ihrer Seite, wenn Lilou sie wieder angefaucht hat. Mit Deinem freundlichen Wesen hast Du nie aufgegeben, Lilou Deine Freundschaft anzubieten, und warst immer der Puffer zwischen den beiden Mädels . Leider hat Dein ganzer Charme – und davon hattest Du unglaublich viel - bei ihr nicht gewirkt. Jetzt muss Lily ohne Dich klarkommen, genau wie ich auch. Und davor haben wir beide Angst, muss ich gestehen. Sie mag nicht fressen und lag gestern nur vor der Haustür unter der Bank, und hat auf Dich gewartet. Und die Traurigkeit ist ihr ins Gesicht geschrieben.

Du fehlst uns beiden so sehr, mein Schatzemann. Und Alex fehlst Du auch so sehr. Deinem Alex, bei dem Du als erstes auf dem Bauch gelegen hast, noch schüchtern und verunsichert. Damals. Und mit dem Du eure ganz eigenen, gemeinsamen Rituale zelebriert hast. Erst die Leckerlis, dann im Winter Bauchkrabbeln vorm Kamin. Der Dir und Lily immer die Stühle vor den Kamin gerückt hat, damit ihr die besten und kuscheligsten Plätzchen hattet.

 

Und meinen Eltern. Und Jessi. Und Deiner Freundin Angel. Und bestimmt auch ein wenig Lilou , und noch ganz vielen mehr.

Gestern haben Dein Alex und ich Deinen kleinen Körper an eine Stelle gebettet, die Dir sicher gefallen würde. Das ist wirklich ein schönes Plätzchen.

Und ich hab Dir Deine Leckerlis mitgegeben. Und ein Wattestäbchen, damit Du im Regenbogenland auch etwas zum Spielen hast. Und natürlich Deine geliebte Federangel. Dein erstes und liebstes Spielzeug.

 

Und Ich bin in der warmen Abendsonne den Weg gegangen, den ihr beiden so oft mit mir zusammen gegangen seid. Lily wollte nicht. Sie hat weiter vor der Tür auf Dich gewartet. Ich hab wie so oft auf der Bank an dem kleinen Paddock gesessen, und ich hab Dich nebenan im Gebüsch miauen gehört. Da, wo immer die Spatzen drin sitzen. Dieses kleine, klägliche unnachahmliche Jammern, mit dem Du mich immer gerufen hast, wenn Du unsicher warst. Und ich hab Dir still geantwortet: Was ist denn los, mein Stimmchen? Komm her, mein kleiner Schisser! Und hab wie immer mit dem Schlüsselbund geklimpert. Aber Du bist nicht gekommen..

 

An dem Baum, den Du so oft hochgeklettert bist, bin ich stehen geblieben. Weißt Du noch, wie Alex Dich da runter holen musste, weil Du dich nicht getraut hast, meine Schissbuxe? Und dann das Mal, wo wir beide alleine waren, und Du Dich wieder nicht getraut hast? Ich sah Dich wieder kläglich miauend in der Astgabel sitzen, und ich konnte Dich nicht holen. Und ich spürte Angst und Hilflosigkeit. Und dann hast Du Dir auf einmal ein großes Herz gefasst und bist in meine ausgebreiteten Arme gesprungen. Dieser Moment ist für immer fest in meinem Herzen verankert. Dein grenzenloses Vertrauen zu mir - eine größere Liebeserklärung konntest Du mir nicht machen.

Bestimmt sitzt Du jetzt auf einer wunderschönen Blumenwiese im Regenbogen-Land. In der selben Sonne, die jetzt auf dein grünes friedliches Grab scheint. Und heut Nacht sehen wir beide die gleichen Sterne, die über Dein Revier scheinen. Und ich werde Dir ganz nah sein. Und Du mir.

Ich rufe nach Dir, mein Süßfisch, immer und überall. Ich schreie und tobe, ich habe eigentlich keine Tränen mehr. Und doch kommen erstaunlicherweise immer noch welche. Wenn ich Lily ansehe, wie unendlich traurig sie ist.

 

Oder wenn ich denke, Du müsstest jeden Moment die Katzentreppe hochgeschossen kommen. Wenn ich glaube, Dich auf deinem Lieblingsplatz auf dem Brett – Du weißt schon, dort unterm Spiegel - sitzen zu sehen.

 

In jedem meiner Gedanken bist Du. Mein Baby!

Aber es nützt nichts. Du wirst nie wieder kommen. Nur meine tiefe Liebe für Dich bleibt. Der Schmerz wird vielleicht irgendwann weniger, aber dieses große Loch im Herzen bleibt für immer.

Danke, mein Schatzekater! Danke für die kurze Zeit, die wir zusammen hatten. Für die Liebe, die Du uns gegeben hast.

 

Du bist und bleibst immer mein Herzenskater. Ich liebe Dich.

Deine Anke


2014

Dezember 2014

26.12.2014

 

Prince war ein ganz besonderer Kater für uns. In Spanien wurde er wegen einer Behinderung von einem "hobby-Züchter" aussortiert, er hatte an einer Pfote eine leichte Verkrüppelung, was ihn jedoch nicht wirklich störte. 

Er schlich sich in unser, aber viel mehr noch in das Herz seiner Familie, die den kleinen Kerl abgöttisch liebten. 

Leider konnte Prince nur eine kurze Zeit in seiner Familie verbringen, in dieser Zeit lebte er aber, gemäß seinem Namen, ein königliches Leben. Auch wenn wir alle unendlich traurig waren, als wir hörten, dass der kleine Prince so jung schon so tragisch gehen musste, so freuen wir uns, dass sein kurzes Leben genau dort stattfand, wo er sein Happy Home gefunden hatte - besser hätte es nicht sein können! Ruhe in Frieden, kleiner Mann! Hier noch ein Text seiner Familie zum Abschied. 

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Jahreserinnerung an Prince
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