Katzen-Infos zur Anschaffung, Haltung und Problemen

"Wirklich großartig ist, dass es Katzen in allen Varianten gibt. Man findet sie passend zu jeder Art der Persönlichkeit und der Laune. Aber unter dem Pelz lebt unverändert eine der freiesten Seelen der Welt."
Eric Gurney


Wir bitten euch, wenn ihr euch für eine Katze interessiert, dies reiflich und gut zu überlegen. Im Jahr 2011 wurden in Deutschland ca. 500.000 Katzen ausgesetzt. Nahezu genauso viele landeten in deutschen Tierheimen, oftmals unter fadenscheinigen Ausreden. Wir appellieren an jeden, der sich eine Katze zulegen möchte, bitte denkt darüber nach, was die Aufnahme eines Tieres in deinem Leben bedeutet. Auch eine Katze - eine der freiesten Seelen auf diesem Planeten - benötigt Zeit, Zuwendung, Geld, Liebe, Geduld. Nicht immer ist alles nur Friede, Freude, Eierkuchen - nicht immer funktioniert das Zusammenleben mit der Katze auf Anhieb reibungslos. Wir beraten euch jederzeit gerne - aber wer sich für die Aufnahme einer Katze entscheidet, entscheidet sich dafür in guten wie in schlechten Zeiten. Für uns sind unsere Tiere Familienmitglieder!


Unsere kleine "Nina" - heute "Motzie" und glücklich vermittelt!
Unsere kleine "Nina" - heute "Motzie" und glücklich vermittelt!

Wer sich eine Katze anschaffen möchte, sollte einige Dinge vorab gut überlegen:

  • Katzen haben eine hohe Lebenserwartung von bis zu 20 Jahren. Wer sich für eine Katze entscheidet, entscheidet sich gegebenenfalls für ca. 20 Jahre Verantwortung, Zusammenleben, Tierarztkosten und natürlich jede Menge Spass und Liebe.
  • Für eine Katze sollte man ca. 30-50 € pro Monat an Kosten veranschlagen (ohne die Anschaffung und die Grundausstattung) für Futter, Pflege, Katzenstreu, Tierarzt/Impfungen, Entwurmung, Medikamente, etc. - die Summen können durchaus stark variieren nach Art des Futters (manche Katzen vertragen nur teure Spezialfutter), es gibt verschiedene Streus, ältere Katzen benötigen gegebenenfalls teure Medikamente und Tierarzt-Kosten sind stark regional unterschiedlich. Aber selbst bei einer Minimalannahme von 30 €/Monat kommt man ohne besondere Vorkommnisse gerne mal auf 7200 € Kosten während des Katzenlebens, wenn die Katze lange und glücklich lebt. 
  • Auch Katzen bedeuten Zeitaufwand! Katzen lieben es zu spielen, wollen kuscheln, suchen die Nähe zum Menschen. Sie sind nicht umsonst das meist gehaltene Haustier in Deutschland. Aber jeder sollte sich bewusst sein, dass er täglich Zeit für seinen Stubentiger einplanen muss. Auch die Frage der Urlaubsbetreuung sollte dringend vor Anschaffung geklärt sein. Immer wieder werden Katzen in der Urlaubszeit ausgesetzt. Dies entspricht nicht unserer Vermittlungsauffassung! Bitte machen Sie sich Gedanken, bevor Sie sich für ein Tier entscheiden!
  • Nicht zu vergessen - soll die Katze als Wohnungskatze gehalten werden, empfehlen wir dringend die Anschaffung von zwei Katzen, am besten zwei, die sich bereits kennen. Eine Wohnungskatze alleine zu halten widerspricht in mehrfacher Hinsicht der Natur des Tieres. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine Einzelkatzen in die Wohnungshaltung vermitteln. Bitte auch bedenken, Katzen verlieren Haare, das Klo muss täglich gereinigt werden, das Katzenfutter riecht, das Mobiliar lädt Katzen nahezu immer dazu ein, sich gepflegt die Krallen zu wetzen - ein Stubentiger macht Arbeit, das ist einfach nicht von der Hand zu weisen.
  • Schutzgebühr: im Tierschutz ist eine Schutzgebühr üblich. Hierdurch werden die Kosten gedeckt, die bisher für das Tier entstanden sind für die tiermedizinische Versorgung. Alle unsere Katzen sind grundimmunisiert und gechippt, sowie auf FIV und FeLV getestet. Alle älteren Katzen sind zudem bereits kastriert. Die Schutzgebühr umfasst eine Abgabe an den ausländischen Verein, die wiederum in die Tierschutzarbeit vor Ort mit den Straßentieren fließt. Auch ist der Transport inklusive. Pro Katze wird bei uns eine Schutzgebühr von 170,- € (inkl. Umsatzsteuer) fällig. Bitte verstehen Sie, dass diese Summe nicht verhandelbar ist. Wir verdienen mit unseren Katzen kein Geld, die Kosten werden nicht vollständig gedeckt. Wir finanzieren aus Spenden die Differenzen.
  • Krankenversicherung: wir empfehlen Ihnen für Ihre Schützlinge eine Versicherung abzuschließen. Alle gängigen Versicherungen bieten Krankenversicherungen für Vierbeiner an. Auch eine Katze kann ernsthaft erkranken, so dass sehr schnell hohe Kosten für die Tierarztrechnung entstehen können - besonders kostspielige Operationen sind teilweise sehr teuer. Da Katzen oftmals nicht alleine gehalten werden, sollte man dies bedenken - zwei oder mehrere Katzen verursachen auch dementsprechend höhere Tierarztkosten. Und wenn man bedenkt, dass viele Tierschutztiere einen denkbar schlechten Start ins Leben hatten, sollte man diese Kosten auf alle Fälle bedenken.

Grundglegende Dinge, die vorab abgeklärt werden müssen

  • Wohnen Sie in einer Mietwohnung, sollten Sie vorab einen Blick in Ihren Mietvertrag werfen und mit dem Vermieter den geplanten Einzug des Haustieres absprechen. Leben Sie in einer eigenen Wohnung oder einem eigenen Haus, sollte man sich trotzdem überlegen, ob eventuell Ärger mit den Parteien nebenan oder mit den Nachbarn entstehen kann. Dies ist besonders bei Freigängern immer wieder Thema in den Nachbarschaften. Nicht alle sind Katzen gegenüber aufgeschlossen und sehen sie gerne in ihrem Garten. Je proaktiver man an diese Sache geht, desto weniger Probleme kommen in der Regel nach dem Einzug der Katze.
  • Leidet jemand in der Familie an einer Katzenhaarallergie (wobei es nicht die Haare sind, die eine Allegie auslösen, sondern bestimmte Proteine, die den Haaren anhaften. Diese kommen durch das Lecken auf die Haare, bzw. auch durch bestimmte Hautschuppen)? Dies sollte man dringend vorab abklären.
  • Sind alle Familienmitglieder mit der Anschaffung einer Katze einverstanden? Katzen und Kinder bedürfen einer gezielten Vorbereitung. Katzen unterscheiden nicht, ob es sich um ein kleines Kind handelt, das sie am Schwanz zieht. Die Katze wird trotzdem austeilen - daher muss dies in der Erziehung des Kindes mit bedacht werden. Eine Katze zu erziehen ist bedeutend schwerer. ;-)
  • Wenn Sie bereits Hund, Katze, Maus, Vogel, etc. haben, sollte versucht werden, die Katze charakterlich kompatibel dazu auszusuchen. Katzen sind Individualisten und kommen nicht mit jedem klar. Zu viele Tiere sind Katzen meist zuviel und es bringt sie nur in stressige Situationen, die für alle früher oder später zur Belastung werden. Ein Mehrkatzenhaushalt ist toll, wenn er funktioniert, aber es gibt Grenzen!

Lese-Tipps vor der Anschaffung einer Katze

Wir empfehlen Ihnen dringend, wenn Sie noch keine Katzenerfahrung haben, sich ein wenig durch die reichhaltige Fachliteratur zu kämpfen. Man kann tatsächlich bei der Katzenhaltung viele Fehler machen, die sich leicht vermeiden lassen, wenn man sich vorab mit den Erfahrungen solcher Ratgeber beschäftigt. Nicht jeder kann für jeden Fall damit gewappnet sein, aber die Bücher helfen, um sich gut auf den Einzug des neuen Familienmitgliedes vorzubereiten. Auch bei auftretenden Problemen nach dem Einzug findet man dort Hilfe und Tipps.


Katzen schlafen bis zu 20 Stunden am Tag
Katzen schlafen bis zu 20 Stunden am Tag

Grundausstattung, die vor dem Einzug des Stubentigers vorhanden sein sollte

Die folgenden Gegenstände sollten Sie vorab besorgen, bevor die Katze bei Ihnen einzieht:

 

  • Katzentoilette: Hier gibt es die unterschiedlichsten Variationen und Größen. Grundsätzlich empfiehlt es sich, der Katze einen angenehmen Ort zu schaffen, wo sie ihre Geschäfte verrichten kann. Manche Katzenbesitzer schwören auf kleine, flache Schalen, andere auf die großen Toiletten mit Dach. Sie sollten darauf achten, dass Sie schon zu Beginn keine zu kleine Toilette kaufen. Ihre Katze wird wachsen. Katzen achten sehr auf ihren Komfort und ihre Hygiene - die Wahl der richtigen Toilette kann verhindern, dass Sie Unsauberkeit bekämpfen müssen. Die Katze sollte in der Toilette (wenn geschlossen) stehen können und muss sich drehen können. Auch braucht sie genügend Platz, um mit dem Streu ihre Hinterlassenschaften verscherren zu können. Die Toilette sollte aus robustem Plastik bestehen. Dies ist gut zu reinigen und rostet nicht. Wichtig ist, diese jeden Tag sauber zu machen (immer den dreckigen Streu mit einer kleinen Schippe rausholen). Einmal pro Woche empfiehlt sich eine Komplettreinigung, inklusive Austausch des Streus. Wenn Sie mehrere Katzen haben - die Empfehlung lautet eine Katzentoilette pro Katze. Es gibt eine Faustregel, die besagt, dass man zusätzlich zur Anzahl der Katzen noch eine Toilette extra haben sollte. Dies muss man ausprobieren.
  • Katzenstreu: Auch hier bietet der Markt Ihnen ein reichhaltiges Angebot. Es wird unterschieden zwischen herkömmlichem Streu und Klumpstreu. Beim Klumpstreu entfernen Sie alle Überbleibsel, inklusive verkumptem Urin. Beim herkämmlichen Streu können Sie zwischendurch nur den Katzenkot entfernen. Urin wird von Streu aufgesogen und verbleibt in der Toilette bis zum kompletten Austausch des Streus. Wenn Ihre Katze vorab woanders war, empfiehlt es sich, zunächst das gleiche Streu wie dort zu verwenden. Besorgen Sie sich auch direkt eine kleine, gesiebte Schaufel dazu - hiermit können Sie Ihr Katzenklo prima sauber halten.
  • Katzenschälchen/Futternäpfe: Hier haben Sie eine reichhaltige Auswahl in den Fachgeschäften. Katzen mögen keine zu tiefen Schalen, da dies ihre Schnurrhaare beim Fressen stört. Greifen Sie also eher zu der flacheren Variante. Sie benötigen pro Katzen eine separate Schale und eine Schale mindestens extra für Wasser. Den Platz der Wasserschale sollte man mit ein wenig Abstand zum Fressplatz wählen. Viele Katzen mögen es nicht, wenn ihr Wasser direkt beim Fressen steht.
  • Katzenfutter: Wichtig ist, was Ihre Katze vorher gefressen hat. Katzen sind wählerisch. Kaufen Sie von keinem Futter große Mengen, wenn Sie noch nicht wissen, ob es überhaupt den Geschmack Ihrer Diva trifft. Die gängigen Supermarktsorten haben meist viel Zucker und Rohasche als Füllstoffe, demzufolge sind sie nicht dringend die beste Wahl für die Gesundheit Ihres Stubentigers. Letztendlich wird er Ihnen aber wahrscheinlich diktieren, was er fressen möchte. Für die Zähne der Katze ist es wichtig, dass sie zudem Trockenfutter bekommt. Bitte beachten Sie nicht die Futterhinweise auf den Packungen - das ist viel zu viel, damit bekommen Sie im Endeffekt nur fette Katzen!   
  • Kratzbaum: Bieten Sie der Katze etwas zum kratzen an. Sie wird kratzen, daran gibt es keinen Zweifel. Je mehr Möglichkeiten sie hat, desto eher wird sie Ihre Möbel und Tapeten in Ruhe lassen. Ein Kratzbaum mit einigen Ebenen zum liegen, einer Höhle oder einer Liegekuhle wird von den meisten Katzen angenommen. Er sollte in der Nähe eines Fensters stehen, so dass die Herrschaften in die weite, spannende Welt blicken können. In diesem Zusammenhang - es ist in einigen Ländern Mode, den Katzen die Krallen ziehen zu lassen, damit sie nicht die Möbel zerkratzen. Dies ist eine unglaubliche Quälerei für das Tier und in höchstem Maße verachtenswert. Die Krallen sind unerlässlich für den Gleichgewichtssinn der Katzen. Ohne sind sie hilflos und nicht in der Balance. Katzen brauchen ihre Krallen! Wer ein paar Lebensspuren am Mobiliar nicht ertragen kann, sollte sich vom Gedanken das Leben mit einer Katze zu teilen trennen!
  • last but not least, der Transportkorb: Keine Katze mag darin zum Tierarzt fahren. Aber in den meisten Fällen ist es der einzige Weg die Katze und sich selbst heil dort hinzubekommen. Es gibt diese Transportboxen in den unterschiedlichsten Ausführungen, Materialien und Größen. Bitte denken Sie daran, auch die kleinste Babykatze wird wachsen - lieber sieht sie anfangs ein wenig verloren darin aus, als dass Sie sie nach einem halben Jahr reinquetschen müssen. Benutzen Sie den Transportkorb als ganz normalen Gegenstand in der Wohnung, so dass Ihr Stubentiger ihn als gegeben und normal empfindet. Manche Katzen lieben es zu Hause darin zu schlafen. Nach dem ersten Tierarzt-Besuch kann das durchaus dann anders aussehen.

Unser Sonnenschein Kira
Unser Sonnenschein Kira

Gefahren für Ihren Stubentiger

Gekippte Fenster sind für Hauskatzen eine der häufigsten Todesursachen innerhalb ihres Haushaltes. Die Tier springen einer Mücke hinterher, oder versuchen durch den Spalt nach draußen (auch umgekehrt) zu kommen. Dabei klemmen sie sich im gekippten Fenster ein. Wenn sie sich nicht das Genick brechen, verenden sie meist elendig und langsam. Daher bitte keine Fenster ohne Kippschutz kippen, wenn Katzen im Haushalt leben und diese alleine zu Hause sind! Es gibt diverse Modelle von zuverlässigen Schutzvorrichtungen zu kaufen, u.a. hier. Die Preise variieren, liegen aber meist unter 10 Euro pro Fenster. Dies sollte das Leben der Katze unbedingt wert sein - ansonsten bitte Fenster schließen, wenn Sie Ihre Katze alleine zu Hause lassen und keinen Kippschutz haben!

Leider ist es genauso gefährlich, wenn Katzen in der Nähe der Waschmaschine Zugang haben. Einige Stubentiger machen es sich im Innenraum der Waschmaschine gerne ein bisschen gemütlich und legen sich auf die Trommel, besonders gerne, wenn dort schon Wäsche drinnen liegt. Geht man kurz raus um noch etwas zu holen, sollte man die Trommel innen unbedingt kontrollieren. Stellt man die Maschine nun an, mit der Katze darin, wird sie ein qualvolles Ende finden. Leider passiert auch dies immer wieder. Die Tiere kennen die Gefahr nicht - hier ist der Mensch in der Verantwortung!

Herdplatten - leider verbrennen sich immer wieder Katzen auf dem heißen Herd - bitte immer darauf achten, den Herd nicht unbeaufsichtigt zu lassen, wenn er an ist, bzw. die Platten noch heiß sind. 

FREIGANG? Wenn ja, dann aber richtig....

Ihre Katze soll Freigang genießen? Natürlich gehören Katzen in die Natur, das ist unbestritten. Aber der Lebensraum außerhalb der Wohnung ist für Katzen leider nicht ungefährlich. Ein Freigänger lebt logischerweise immer gefährlicher als Wohnungstiger. Die Lebenserwartung von Freigängern beträgt durchschnittlich nur 4 Jahre - besonders der Verkehr und die Autos, die auch in den Wohngebieten zu schnell fahren, stellen für die Tiere eine große Gefahr dar. Viele argumentieren, dass Katzen nachts raus müssen, weil weniger los ist auf den Straßen. Das stimmt, aber nachts fahren die Autos nochmal schneller, die Fahrer sehen die Tiere nicht oder kaum. Auch die Katzen sehen die Autos nachts nicht oder zu spät, weil sie auch weniger darauf achten, weil weniger Geräusche da sind, weniger Verkehr ist. Die meisten Unfälle, bei denen Katzen an- oder überfahren werden, passieren nachts oder im Übergang Tag/Nacht, Nacht/Tag. Unsere Bitte: gönnen Sie Ihren Katzen tagsüber Freigang, aber gewöhnen Sie sie an eine feste Fressenszeit am frühen Abend. Danach gehören Katzen nicht mehr auf die Straße - es ist zu gefährlich! Keine Angst, die Tiere gewöhnen sich sehr schnell an diese Rhythmus und bestenfalls leben die Schnurrer so einige friedvolle Jahre länger! 


Testament einer Katze

Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament,
um ihr Heim und alles, was sie haben
denen zu hinterlassen, die sie lieben.

Ich würde auch solch´ ein Testament machen,
wenn ich schreiben könnte.

Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner
würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen,
meinen Napf, mein kuscheliges Bett,
mein weiches Kissen, mein Spielzeug
und den so geliebten Schoß,
die sanft streichelnde Hand,
die liebevolle Stimme,
den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte,
die Liebe, die mir zu guter Letzt
zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird,
gehalten im liebendem Arm.

Wenn ich einmal sterbe, dann sag' bitte nicht:
"Nie wieder werde ich ein Tier haben,
der Verlust tut viel zu weh!"

Such Dir eine einsame, ungeliebte Katze aus
und gib' ihr meinen Platz.
Das ist mein Erbe.

Die Liebe, die ich zurück lasse, ist alles,
was ich geben kann.

(Margaret Trowton)


Katzenkrankheiten

Eine kurze Info zu den gängisten, leider auch oftmals gefährlichen Katzenkrankheiten. Wir geben nur einen rudimentären, kurzen Überblick. Bitte bei jeglichen Anzeichen einer Krankheit dirket zum Tierarzt - nur der kann dem Tier wirklich helfen:

 

  • FeLV - feline Leukämie Virus (Leukose): Hierbei handelt es sich um eine heimtückische Virusinfektion, die meist von Katze zu Katze übertragen wird: Im Volksmund wird die Krankheit fälschlicherweise als Leukose bezeichnet. Der Verlauf der Krankheit ist meist schleichend, oftmals kommt es zu Tumorbildungen in den Organen der Katze, auch gibt es den Verlauf mit einer Veränderung des Blutbildes, daher Leukämie. Das Virus zeigt sich oftmals erst Jahre nach der Übertragung. Die Überträger des Virus, die zunächst keine Symptome selbst zeigen, werden als Leukose-positiv oder FeLV-positiv bezeichnet. Es ist möglich, dass sie erst spät oder nie Symptome zeigen. Die Krankheit zeigt sich u.a. in allgemeiner Schwäche, Fieber, Zahnfleischentzündungen, chronische Durchfälle, vermehrtem Durst, Abmagerung, geschwollenen Lympfknoten. Ist die Krankheit erst einmal augebrochen, führt sie meist binnen Monaten zum Tod der Katze. Bis zum Ausbruch der Krankheit erscheinen die Katzen meist als völlig normal. Der Nachweis im Blut ist schwierig, da sich das Virus auch ins Knochenmark zurückziehen kann. Ist ein negatives Testergebnis vorhanden, ist eine Schutzimpfung gegen FeLV zu empfehlen.
  • FIV - Felines Immundefizienz-Virus: hierbei handelt sich um einen Virus aus der Familie der Retroviren, der bei der Katze eine Immunschwächekrankheit auslöst. Die Auswirkung wird als Felines Immundefizienzsyndrom bezeichnet, im Volksmund aus als Katzen-AIDS, da sie der menschlichen Krankheit AIDS im Verlauf stark ähnelt. Der Mensch kann sich bei der Katze nicht anstecken! Trotz einer Ansteckung kann die Katze jahrelang ohne jegliche Symptome leben. Langfristig wird das Immunsystem der Katze zerstört und Sekundärinfektionen führen dann in der Regel zum Tod. FIV kann beim Tierarzt mit einem Schnelltest getestet werden.
  • Katzenseuche - Panleukopenie: dies ist die mit Abstand gefährlichste Krankheit für die allgemeine Hauskatze. Die Krankheit wird durch den Parvovirus übertragen. Das Virus verbreitet sich über Kot und Urin, sowie das Nasensekret der Katzen. Die Inkubationszeit beträgt 2-10 Tage, der Krankheitsverlauf endet meist tötlich. Erste Anzeichen sind ein starkes Erbrechen der Tiere, sowie schwere Durchfälle, die schleimig und blutig sein können. Der Tierarzt hat eine Chance zur Behandlung, wenn das Tier sofort dorthin gebracht wird. Man sollte seinen Stubentiger immer beobachten - Lustlosigkeit, Mattigkeit und Apathie sind bei Katzen immer besorgniserregende Anzeichen. Die Tiere können von dieser lebensbedrohlichen Krankheit verschont werden, wenn sie rechtzeitig geimpft werden. Katzenkinder sollten in der 8.-9. Woche eine Grundimmunisierung bekommen. Auch im späteren Leben sind Auffrischungen lebensrettend!