FAQ - häufig gestellte Fragen

1. Erstfragebogen:

1.1 Wofür wird ein Erstfragebogen benötigt?
Mit dem Erstfragebogen bekommen wir einen ersten Eindruck, wo und wie die Katze in Zukunft leben soll. Der Fragebogen hilft uns vorab wichtigsten Fragen zu klären und abzuschätzen ob oder welches Tier am besten zu der jeweiligen Familie und der Situation passt. Wir möchten in jedem Fall, dass am Ende alle Beteiligten mit der Vermittlung glücklich sind und die Katze einen Platz auf Lebenszeit findet. Dafür müssen natürlich die Grundvoraussetzungen stimmen.

1.2 Wofür werden meine Daten benötigt?

Die Daten werden streng vertraulich behandelt und nur zum Zwecke der Tiervermittlung an z.B. die zuständige Vorkontrolle weitergeleitet. Die Daten werden nicht weitergegeben ohne Zustimmung oder gar für Gewinnspiele weitergeleitet.
2. Vorbesuch: 
2.1 Wer kommt bei dem Vorbesuch?
Bei dem Vorbesuch kommen Mitglieder aus unserem Verein oder befreundete Tierschützer aus der Region der Interessenten, falls diese nicht aus dem Rhein-Main-Gebiet stammen. Wir haben deutschlandweit Vereinsmitglieder und ein Netzwerk an Tierschützern, die diese Aufgabe übernehmen.
2.2 Worauf wird bei dem Vorbesuch geachtet?
In erster Linie möchten wir unsere Adoptanten natürlich persönlich kennenlernen. Auch wenn ihr uns auf Anhieb sympathisch seid und wir uns sicher sind, dass bei euch alles in Ordnung ist, müssen wir uns persönlich davon überzeugen, dass alle gemachten Angaben korrekt sind. Wir kontrollieren nicht jedes Zimmer und uns geht es tatsächlich mehr um den persönlichen Kontakt, und dass wir wissen, dass unsere Tiere in ein gutes Zuhause kommen. Wir kommen lediglich auf einen Kaffee vorbei und lernen euch kennen.
2.3 Wie lange dauert ein Vorbesuch?
Ein Vorbesuch dauert in der Regel ca. 30 Minuten. Falls ihr noch Fragen habt oder man sich gut versteht, kann es auch gerne länger dauern.
3. Schutzvertrag
3.1 Warum wird ein Schutzvertrag gemacht?
Mit dem Schutzvertrag geht die Katze unter bestimmten Bedingungen in euren Besitz über. Der Schutzvertrag soll die Katze auch in Zukunft schützen. Ziel ist, dass sich der Adoptant der Tragweite seiner Entscheidung, ein Tier aufzunehmen, auch wirklich bewusst ist. Wir knüpfen bestimmte Bedingungen an eine Adoption, z.B. die Kastrationspflicht von Katzenkindern, oder die Anmeldepflicht bei Tasso. Dies müssen wir vertraglich festhalten. 
3.2 Wann bekomme ich den Schutzvertrag?
Der Schutzvertrag wird nach der positiven Vorkontrolle erstellt und per E-Mail mit allen weiteren Infos gesendet.
4. Schutzgebühr
4.1 Warum wird eine Schutzgebühr verlangt?
Die Schutzgebühr wird benötigt um die anfallenden Tierarztkosten, Transport, Steuern, etc. decken zu können. Zudem zeigt die Schutzgebühr, dass das Tier neben dem emotionalen Wert, eben auch einen materiellen Wert hat, die Tierhaltung mit Kosten verbunden ist.  
4.2 Ist die Schutzgebühr verhandelbar oder kann sie auf Raten gezahlt werden?
Nein. Die Schutzgebühr muss in vollem Umfang beglichen werden und kann nicht in Raten gezahlt werden. Die Schutzgebühr ist im Vergleich zu den anfallenden Kosten nur ein kleiner Bruchteil. Wer selbst bereits ein Tier hatte, weiß sicher, dass Tierarztkosten schnell in einen drei oder vierstelligen Bereich gehen können. Mit der Schutzgebühr soll auch sichergestellt werden, dass der Halter sich finanziell ein Tier leisten kann und auch bei Unfällen etc. für das Tier aufkommen kann. Dessen muss man sich vor der Anschaffung einer Katze bewusst sein - Tiere kosten Geld. Sie hält man sich nicht aus einer Laune heraus. Das nachhaltige Abdecken der finanziellen Aspekte ist für die Tiere wichtig, v.a. wenn sie einmal krank werden.
4.3 Wie hoch ist die Schutzgebühr und was beinhaltet Sie?
Die Schutzgebühr beträgt bei jeder Katze 170€ und ist der Endpreis. Weitere Kosten fallen nicht an.
Die Katze ist bei der Übergabe:
  • gechipt
  • grundimmunisiert (gegen Tollwut, Katzenschnupfen, Katzenseuche)
  • bei Abgabe älter als 6 Monate immer bereits kastriert
  • mehrfach entwurmt und gegen Parasiten behandelt
  • getestet per Eliza Schnelltest auf FIV/FeLV

Die Schutzgebühr deckt zudem die Transportkosten nach Deutschland ab (bei einem Tier aus dem Ausland, also z.B. der Transport von Spanien nach Deutschland - eine Lieferung innerhalb Deutschlands ist nicht möglich. Die Katzen müssen an einem unserer Ankunftsorte in Empfang genommen werden direkt bei Ankunft), sowie 7 % Umsatzsteuer, die wir an unser Finanzamt abführen müssen.

4.4 Sind unkastrierte Katzen günstiger?
Nein die 170€ sind ein ermittelter Durschnitt unserer anfallenden Kosten.  Die Nachfrage nach Katzenkindern ist höher als die an ausgewachsenen Katzen. Würden wir Katzenkinder vergünstigt anbieten, würde dieses Ungleichgewicht weiter zunehmen und ältere Tiere hätten noch geringere Chancen auf eine Vermittlung. Die älteren Tiere haben somit den Vorteil, dass sie bereits kastriert sind. Und bitte bedenken: an den Tieren wird nichts verdient. Die Schutzgebühren decken nicht die anfallenden Kosten. Wir geben unsere Schutzgebühren nach Abzug der Kosten und Steuern an die abgebenden Vereine in Spanien weiter, damit dort vor Ort weiter kastriert werden kann.
5. Transport
5.1 Sind die Tiere schon in Deutschland? /Wann kommen die Tiere nach Deutschland?
Die meisten Tiere leben noch auf ihrer spanischen Pflegestelle. Die Katzen ziehen nach erfolgreicher Vermittlung von dort direkt in ihr Happy Home, und müssen direkt bei Ankunft von den neuen Besitzern in Empfang genommen werden.
5.2 Wie kommen die Tiere nach Deutschland?
Die Katzen kommen über Land mit einem extra umgebauten Tiertaxi an, welches für verschiedene Organisationen fährt. Der Transport über Land dauert im Vergleich zum Fliegen zwar länger, ist jedoch schonender, da die Tiere nicht dem Druck im Flugzeug ausgesetzt sind. Dennoch ist diese Fahrt natürlich stressig für die Tiere - das muss man in den ersten Tagen nach der Ankunft immer bedenken.
5.3 Dürfen Katzen einfach nach Deutschland gebracht werden?
Nein. Das Veterinäramt hat strenge Einfuhrregeln. Daher haben wir die Vorgaben der Ämter komplett umgesetzt und wurden nach § 11 Tierschutzgesetz für die Verbringung von Tieren aus dem Ausland nach Deutschland freigegeben. Viele aktive Mitglieder in unserem Verein haben die Sachkundprüfung nach § 11 erfolgreich abgelegt. 
Die Tiere müssen eindeutig gekennzeichnet sein (Chip), einen EU Heimtierausweis besitzen und die Grundimmunisierung der Tollwutimpfung muss mindestens 21 Tage zurückliegen.
6. Abholung
6.1 Wie kommt die Katze zu mir?
Die Katze muss an einem unserer Übergabepunkte (Duisburg, Wiesbaden, Ludwigshafen) an einem Samstag abgeholt werden. Da wir alle ehrenamtlich arbeiten, fehlt uns leider die Zeit und das Budget die Tiere persönlich in ihr neues Happy Home zu fahren. Die Abholung ist eine einmalige Angelegenheit - andere Möglichkeiten können wir leider keine anbieten. 
6.2 Bis wohin vermittelt ihr?
Da wir für grenzenlosen Tierschutz stehen, vermitteln wir deutschlandweit und in manchen Fällen sogar darüber hinaus. Die Vorbesuche dabei übernehmen befreundete Vereine aus eurer Umgebung. Wichtig ist nur, dass die Tiere an einem unserer Übergabepunkte abgeholt werden können (Duisburg, Wiesbaden, Ludwigshafen).
7. Nachgang
7.1 Was, wenn die Katze nicht zu uns passt?
Wir vermitteln keine Katzen, die nicht zu den jeweiligen Gegebenheiten passen. Die spanischen Pflegestellen leben sehr eng mit den Tieren zusammen und informieren uns genau über die Charaktereigenschaften. Anhand des Erstfragebogens und des Vorbesuches lässt sich bereits abschätzen ob die Katze zu euch passt. Bitte seid daher nicht böse, wenn es passiert, dass wir euch eine andere Katze vorschlagen, schließlich sollen am Ende alle tierisch happy sein.
7.2 Was geschieht wenn sich die neue Katze nicht mit der vorhandenen Katze versteht?
Bei Katzen gibt es selten Liebe auf den ersten Blick, dessen sollte man sich bewusst sein. In der Regel dauert es einige Wochen, bis die Katzen sich angefreundet haben. Über eine Zusammenführung sollte man sich vorab Informieren, um mögliche Fehler zu vermeiden. Gerne geben wir natürlich Tipps und helfen bei der Zusammenführung. In den seltensten Fällen (höchstens 2-3 x pro Jahr) scheitert eine Zusammenführung. In diesen Fällen kümmern wir uns selbstverständlich um die weitere Vermittlung und suchen aktiv eine passende Familie.
8. Unsere Tiere
8.1 Sind die Katzen wild? Wie reagieren sie auf Menschen?
Nein sie sind nicht wild! Im Gegenteil, die Katzen sind meist besonders sozial und menschenbezogen. In den meisten Fällen genießen sie die lang ersehnte Zuneigung und erfreuen sich an jeder Streicheleinheit. Sie leben auf den spanischen Pflegestellen zum Teil in privaten Haushalten auch mit kleinen Kindern. Aber natürlich gibt es auch hier Ausnahmen. Katzen, die schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht haben, können natürlich auch ängstlich und schreckhaft sein. In diesen Fällen weisen wir darauf hin und suchen explizit nach Adoptanten die bereit sind eine Katze mit Hilfe von Geduld zu erobern. Nach der Ankunft bitte nicht gleich zu viel von den Tieren erwarten. Es ist völlig normal, wenn die Katzen sich ein paar Tage verstecken, nur nachts zum Fressen rauskommen, und man anfangs gar nicht merkt, dass man ein neues Tier aufgenommen hat. 
8.2 Sind die Tiere gesund?
Ja unsere Tiere sind bei Übergabe wie unter Punkt 4.3 beschrieben ärztlich versorgt. Wir übergeben die Katzen nach bestem Wissen. Dennoch kann man nie ausschließen, dass eine Katze einmal eine Erkrankung hat, die man nicht auf Anhieb sehen kann. Wir testen auf FIV und FeLV und ganz bewusst nicht auf FIP. Ein hoher Prozentsatz aller Katzen (egal woher, dies trifft für spanische, aber auch alle deutschen Katzen zu) kam schon einmal mit Coronaviren in Kontakt - aber nur ein minimaler Prozentsatz davon entwickelt FIP. Daher ist dieser Test komplett nicht aussagekräftig und wir raten davon ab. Eine Garantie, dass die Katzen nie an einer Krankheit erkranken, können wir nicht geben. Katzen in einer Haltung mit mehreren Katzen (größere Pflegestellen, Auffangstationen, etc.) können immer leider aus hygienischen Gründen bei Ankunft einmal Ohrmilben oder andere Parasiten haben, die alle in der Regel leicht zu behandeln sind und keine Gefahr für die Menschen darstellen.
8.3 Warum vermittelt ihr Katzen nicht in Einzelhaltung?
Für Katzen sind Sozialkontakte enorm wichtig. Kein Mensch kann diese Sozialkontakte ersetzen. Keine Katze ist gerne alleine, entgegen landläufiger Meinung sind Katzen sehr soziale Tiere, die auch im Verbund mit den richtigen felinen Partnern sehr gut zusammenleben. 
8.4 Muss die Katze kastriert werden?
Ja, auf jeden Fall. Nur mit Kastrationen kann nachhaltig den Tieren geholfen werden. Die Kastration bei Jungtieren muss laut Schutzvertrag binnen 3 Monaten bei einem Tierarzt vorgenommen werden. Die Kosten dafür sind selbst zu tragen. Alle Katzen ab einem Alter von 6 Monaten sind bei der Übergabe bereits kastriert.
8.5 Kann die Katze vorab besucht werden?
Nein. Bei der angegebenen Adresse handelt es sich um unseren Vereinshauptsitz. Dort befinden sich keine Vermittlungstiere!
Nur Katzen, die mit einem schwarz-rot-golden gekennzeichneten Herz auf unserer Internetseite asugewiesen sind, befinden sich in Deutschland auf privaten Pflegestellen und können nach Absprache dort besucht werden. Dabei handelt es sich meist um Notfälle oder deutsche Abgabetiere. Die meisten unserer Tiere leben jedoch noch in ihren spanischen Pflegestellen. Da Katzen sehr ortsgebunden sind, versuchen wir jeden unnötigen Transport zu vermeiden, um den Tieren Stress zu ersparen. Zudem haben wir leider in Deutschland nicht genügend Pflegestellen.
9. Allgemeines
9.1 Wie lange dauert eine Vermittlung in der Regel?
Die Katze muss gesund und transportbereit sein, sowie die Einfuhrkriterien erfüllen. Die meisten unserer Tiere sind jedoch reisefertig und sitzen quasi auf gepackten Koffern, während sie auf Vermittlung warten. Der Rest hängt davon ab, wie schnell ihr den Erstfragebogen ausfüllt und wie schnell wir einen Vorbesuch bei Euch machen können. Danach kann die Katze an fast jedem gewünschten Samstag kommen. In der Regel dauert es von Kontaktaufnahme bis Vermittlung etwa 2-3 Wochen.
9.2 Woran erkenne ich einen seriösen Verein?

Ein seriöser Verein sollte den Sachkundenachweis §11 besitzen. Die Tiere sollten gechipt sein und einen korrekt ausgefüllten Impfpass besitzen. Der Verein sollte Kitten weder vor 12 Wochen abgegeben, noch sollten sie in Einzelhaltung vermittelt werden. Im Idealfall sollte ein Vorbesuch stattfinden. Auch sollte der Preis stimmen, sowie ausreichend Fragen an die neuen Besitzer gestellt werden. Der Verein gibt auch auf viele Fragen der Interessenten hinlänglich und geduldig Antworten, erkundigt sich nach und agiert freundlich und seriös im Sinne der Tiere. Wenn jemand keine Fragen beantworten mag, kurz angebunden ist, nicht erklärt, für was die Schutzgebühr verwendet wird, können wir nur zur Vorsicht raten.

 

Bei weiteren Fragen hilft unser Team aus der Katzenvermittlung jederzeit gerne und kompetent weiter: katzen@tierisch-happy.de