Die Geschichte von Lea..... Hinterhofzuchten und ihre Folgen

Ich weiß nicht mehr viel von dem Ort, wo ich geboren bin.
Es war eng und dunkel und nie spielte ein Mensch mit uns.
 Ich erinnere mich noch an Mama und ihr weiches Fell,
 aber sie war oft krank und sehr dünn.
 Sie hatte nur wenig Milch für mich und meine Brüder und Schwestern. 
Die meisten von ihnen waren plötzlich gestorben.


Als sie mich meiner Mutter wegnahmen,
 hatte ich furchtbare Angst und war so traurig. 
Meine Milchzähne waren kaum durchgestoßen
 und ich hätte meine Mama doch noch so sehr gebraucht.
 Arme Mama, es ging ihr so schlecht.
 Die Menschen sagten, dass sie jetzt endlich Geld wollten 
und dass das Geschrei meiner Schwester und mir ihnen auf die Nerven ginge.

 

So wurden wir eines Tages in eine Kiste verladen und fortgebracht.


Wir kuschelten uns aneinander und fühlten wie wir beide zitterten ohnmächtig vor Angst. 
Niemand kam, um uns zu trösten.


All diese seltsamen Geräusche und erst noch die Gerüche, 
wir sind in einem "Petshop", einem Laden, wo es viele verschiedene Tiere gibt.


Einige miauen, andere piepsen, einige pfeifen.


Wir hören auch das Wimmern von anderen Katzenkindern und Welpen.


Meine Schwester und ich drücken uns eng zusammen in dem kleinen Käfig.


Manchmal packt uns jemand und hebt uns hoch um uns zu begutachten.


Einige sind freundlich und streicheln uns, andere sind grob und tun uns weh.


Oft hören wir sagen "oh, sind die süß, ich will eines",
 aber dann gehen die Leute wieder fort.

 

Letzte Nacht ist meine Schwester gestorben.


Ich habe meinen Kopf an ihr weiches Fell gelegt und gespürt,
 wie das Leben aus dem dünnen Körper gewichen ist.


Ich soll verbilligt abgegeben werden, damit ich bald wegkomme.

Niemand beachtet mein leises Weinen, als meine kleine Schwester weggeworfen wird.

 

Heute ist eine Familie gekommen und hat mich gekauft! 
Jetzt wird alles gut. Es sind sehr nette Leute,
 die sich tatsächlich für mich entschieden haben.
 Sie haben gutes Futter und einen schönen Napf dabei
 und das kleine Mädchen trägt mich ganz zärtlich auf den Armen. 
Ihr Vater und ihre Mutter sagen, ich sei ein ganz süßes und braves Hundchen.

 

Ich heiße jetzt Lea.

 

Ich darf meine neue Familie auch abschlabbern, das ist wunderbar. 
Sie lehren mich freundlich, was ich tun darf und was nicht,
 passen gut auf mich auf, geben mir herrliches Essen und viel, viel Liebe.
 Nichts will ich mehr, als diesen wunderbaren Menschen gefallen und es gibt nichts Schöneres als mit dem kleinen Mädchen herumzutollen und zu spielen.

 

Erster Besuch beim Tierarzt.
Es war ein seltsamer Ort, mir schauderte. Ich bekam einige Spritzen. 
Meine beste Freundin, das kleine Mädchen, hielt mich sanft
und sagte es wäre o.k., dann entspannte ich mich .
Der Tierarzt schien meinen geliebten Menschen traurige Worte zu sagen,
 sie sahen ganz bestürzt aus. Ich hörte etwas von schweren Mängeln
 und von Dysplasie E und von Herz zwei. Er sprach von wilden Zuchten
und dass meine Eltern nie gesundheitlich getestet worden seien.
 Ich habe nichts von alledem begriffen,
aber es war furchtbar, meine Familie so traurig zu sehen.

 

Jetzt bin ich sechs Monate alt.

Meine gleichaltrigen Artgenossen sind wild und stark, 
aber mir tut jede Bewegung weh. Die Schmerzen gehen nie weg.
 Außerdem kriege ich gleich Atemnot,
 wenn ich nur ein wenig mit dem kleinen Mädchen spielen will. 
Ich möchte so gerne ein kräftiger Hund sein, aber ich schaffe es einfach nicht.
Vater und Mutter sprechen über mich. 
Es bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen.

In der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt und immer hieß es
 "genetisch" und "man kann nichts machen".
 Ich möchte draußen in der warmen Sonne mit meiner Familie spielen,
 möchte rennen und hüpfen. Es geht nicht.

 


Letzte Nacht war es schlimmer als eh und je.
 Ich konnte nicht einmal mehr aufstehen um zu trinken
, nur noch schreien vor Schmerzen.

Sie tragen mich ins Auto.

Alle weinen.

Sie sind so seltsam, was ist los?
 War ich böse?

Sind sie am Ende böse auf mich?
 Nein, nein, sie liebkosen mich ja so zärtlich.
Ach, wenn nur diese Schmerzen aufhörten!
 Ich kann nicht einmal die Tränen vom Gesicht des kleinen Mädchen ablecken, 
aber wenigstens erreiche ich ihre Hand.

 

Der Tisch beim Tierarzt ist kalt. Ich habe Angst. 
Die Menschen weinen in mein Fell, ich fühle, wie sehr sie mich lieben.
 Mit Mühe schaffe ich es, ihre Hand zu lecken.
 Der Tierarzt nimmt sich heute viel Zeit und ist sehr freundlich
 und ich empfinde etwas weniger Schmerzen. Das kleine Mädchen hält mich ganz sanft,
ein kleiner Stich ...... Gott sei Dank, der Schmerz geht zurück.
 Ich fühle tiefen Frieden und Dankbarkeit.

 

Ein Traum:
 Ich sehe meine Mama, meine Brüder und Schwestern auf einer großen grünen Wiese. 
Sie rufen mir zu, dass es dort keine Schmerzen gibt, nur Frieden und Glück.
 So sage ich meiner Menschenfamilie "Auf Wiedersehen" auf die einzig mir mögliche Weise: 
Mit einem sanften Wedeln und einem kleinen Schnuffeln.

 

Viele glückliche Jahre wollte ich mit euch verbringen, es sollte nicht sein.
 Statt dessen habe ich euch so viel Kummer gemacht . 
Es tut mir leid, ich war halt nur eine Händlerware.

 

Lea

 


Dear Mom and Dad, I died today...

Dear Mom and Dad,

I died today. You got tired of me and took me to the shelter. They were overcrowded and I drew an unlucky number. I am in a black plastic bag in a landfill now. Some other puppy will get the barely used leash you left. My collar was dirty and too small, but the lady took it off before she sent me to the Rainbow Bridge .

Would I still be at home if I hadn't chewed your shoe? I didn't know what it was, but it was leather, and it was on the floor. I was just playing. You forgot to get puppy toys.

Would I still be at home if I had been housebroken? Rubbing my nose in what I did only made me ashamed that I had to go at all. There are books and obedience teachers that would have taught you how to teach me to go to the door.

Would I still be at home if I hadn't brought fleas into the house? Without anti-flea medicine, I couldn't get them off of me after you left me in the yard for days.

Would I still be at home if I hadn't barked? I was only saying, "I'm scared, I'm lonely, I'm here, I'm here! I want to be your best friend."

Would I still be at home if I had made you happy? Hitting me didn't make me learn how.

Would I still be at home if you had taken the time to care for me and to teach manners to me? You didn't pay attention to me after the first week or so, but I spent all my time waiting for you to love me.

I died today.
Love, Your Puppy


Die Seestern-Geschichte: eine Erzählung über die Bedeutung der kleinen Schritte...


Ein furchtbarer Sturm kam auf. Der Orkan tobte.

Das Meer wurde aufgewühlt und meterhohe Wellen

brachen sich ohrenbetäubend laut am Strand.


Nachdem das Unwetter langsam nachließ, klarte der

Himmel wieder auf. Am Strand lagen aber unzählige

Seesterne, die von der Strömung an den

Strand geworfen waren.

 

Ein kleiner Junge lief am Strand entlang, nahm

behutsam Seestern für Seestern in die Hand und

warf sie zurück ins Meer.


Da kam ein Mann vorbei. Er ging zu dem Jungen und

sagte: "Du dummer Junge! Was Du da machst ist

vollkommen sinnlos. Siehst Du nicht, dass der

ganze Strand voll von Seesternen ist? Die kannst

Du nie alle zurück ins Meer werfen! Was Du da

tust, ändert nicht das Geringste!"

 

Der Junge schaute den Mann einen Moment lang an.

Dann ging er zu dem nächsten Seestern, hob ihn

behutsam vom Boden auf und warf ihn ins Meer. Zu

dem Mann sagte er: "Für ihn wird es etwas

ändern!"


Testament einer Katze ( Margaret Trowton)

 

Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament, um ihr Heim und alles was sie haben, denen zu hinterlassen die sie lieben.

Ich würde auch solch`ein Testament machen, wenn ich schreiben könnte.

 

Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen, meinen Napf, mein kuscheliges Bett, mein weiches Kissen, mein Spielzeug und den so geliebten Schoß, die sanft streichelnde Hand, die liebevolle Stimme, den Platz den ich in jemandes Herzen hatte, die Liebe, die mir zu guter Letzt zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird, gehalten im liebenden Arm.

 

Wenn ich einmal sterbe, dann sag bitte nicht:"Nie wieder werde ich ein Tier haben, der Verlust tut viel zu weh."

Such Dir eine einsame, ungeliebte Katze aus und gib ihr meinen Platz. Das ist mein Erbe.

 

Die Liebe, die ich zurück lasse ist alles, was ich geben kann



Wie konntest Du nur...

Als ich noch ein Welpe war, unterhielt ich Dich mit meinen Possen und brachte Dich zum Lachen.

Du nanntest mich Dein Kind, und trotz einer Anzahl durchgekauter Schuhe und so manchem abgeschlachteten Sofakissen wurde ich Dein bester Freund. Immer wenn ich "böse" war, erhobst Du Deinen Finger und fragtest mich "Wie konntest Du nur?" -
aber dann gabst Du nach und drehtest mich auf den Rücken, um mir den Bauch zu kraulen. Mit meiner Stubenreinheit dauerte es ein bisschen länger als erwartet, denn Du warst furchtbar beschäftigt, aber zusammen bekamen wir das in den Griff. Ich erinnere mich an jene Nächte, in denen ich mich im Bett an Dich kuschelte und Du mir Deine Geheimnisse und Träume anvertrautest, und ich glaubte, das Leben könnte nicht schöner sein.
Gemeinsam machten wir lange Spaziergänge im Park, drehten Runden mit dem Auto, holten uns Eis (ich bekam immer nur die Waffel, denn "Eiskrem ist schlecht für Hunde", sagtest Du), und ich döste stundenlang in der Sonne, während ich auf Deine abendliche Rückkehr wartete.

Allmählich fingst Du an, mehr Zeit mit Arbeit und Deiner Karriere zu verbringen - und auch damit, Dir einen menschlichen Gefährten zu suchen. Ich wartete geduldig auf Dich, tröstete Dich über Liebeskummer und Enttäuschungen hinweg, tadelte Dich niemals wegen schlechter Entscheidungen und überschlug mich vor Freude, wenn Du heimkamst und als Du Dich verliebtest. Sie, jetzt Deine Frau, ist kein "Hundemensch" - trotzdem hieß ich sie in unserem Heim willkommen, versuchte ihr meine Zuneigung zu zeigen und gehorchte ihr.
Ich war glücklich, weil Du glücklich warst. Dann kamen die Menschenbabies, und ich teilte Deine Aufregung darüber. Ich war fasziniert von ihrer rosa Haut und ihrem Geruch und wollte sie genauso bemuttern. Nur dass Du und Deine Frau Angst hattet, ich könnte ihnen wehtun, und so verbrachte ich die meiste Zeit verbannt in einem anderen Zimmer oder in meiner Hütte.
Oh, wie sehr wollte auch ich sie lieben, aber ich wurde zu einem "Gefangenen der Liebe".
 Als sie aber grösser waren, wurde ich ihr Freund. Sie krallten sich in meinem Fell fest, zogen sich daran hoch auf wackligen Beinchen, pieksten ihre Finger in meine Augen, inspizierten meine Ohren und gaben mir Küsse auf die Nase.
Ich liebte alles an ihnen und ihre Berührung - denn Deine Berührung war jetzt so selten geworden - und ich hätte sie mit meinem Leben verteidigt, wenn es nötig gewesen wäre. Ich kroch heimlich in ihre Betten, hörte ihren Sorgen und Träumen zu, und gemeinsam warteten wir auf das Geräusch Deines Wagens in der Auffahrt. Es gab einmal eine Zeit, da zogst Du auf die Frage, ob Du einen Hund hättest, ein Foto von mir aus der Brieftasche und erzähltest Geschichten über mich.

In den letzten Jahren hast Du nur noch mit "Ja" geantwortet und das Thema gewechselt. Ich hatte mich von "Deinem Hund" in "nur einen Hund" verwandelt, und jede Ausgabe für mich wurde Dir zum Dorn im Auge.
Jetzt hast Du eine neue Berufsmöglichkeit in einer anderen Stadt, und Du und sie werdet in eine Wohnung ziehen, in der Haustiere nicht gestattet sind. Du hast die richtige Wahl für "Deine" Familie getroffen, aber es gab einmal eine Zeit, da war ich Deine einzige Familie. Ich freute mich über die Autofahrt, bis wir am Tierheim ankamen.
Es roch nach Hunden und Katzen, nach Angst, nach Hoffnungslosigkeit. Du fülltest die Formulare aus und sagtest "Ich weiss, Sie werden ein gutes Zuhause für sie finden". Mit einem Achselzucken warfen sie Dir einen gequälten Blick zu. Sie wissen, was einen Hund oder eine Katze in "mittleren" Jahren erwartet - auch mit "Stammbaum".
Du musstest Deinem Sohn jeden Finger einzeln vom Halsband lösen, als er schrie "Nein, Papa, bitte! Sie dürfen mir meinen Hund nicht wegnehmen!"
Und ich machte mir Sorgen um ihn und um die Lektionen, die Du ihm gerade beigebracht hattest: über Freundschaft und Loyalität, über Liebe und Verantwortung, und über Respekt vor allem Leben. Zum Abschied hast Du mir den Kopf getätschelt, meine Augen vermieden und höflich auf das Halsband und die Leine verzichtet. Du hattest einen Termin einzuhalten, und nun habe ich auch einen.
Nachdem Du fort warst, sagten die beiden netten Damen, Du hättest wahrscheinlich schon seit Monaten von dem bevorstehenden Umzug gewusst und nichts unternommen, um ein gutes Zuhause für mich zu finden. Sie schüttelten den Kopf und fragten "Wie konntest Du nur?".
 Sie kümmern sich um uns hier im Tierheim so gut es eben geht. Natürlich werden wir gefüttert, aber ich habe meinen Appetit schon vor Tagen verloren. Anfangs rannte ich immer vor ans Gitter, sobald jemand an meinen Käfig kam, in der Hoffnung, das seiest Du - dass Du Deine Meinung geändert hättest - dass all dies nur ein schlimmer Traum gewesen sei... oder ich hoffte, dass es zumindest jemand wäre, der Interesse an mir hätte und mich retten könnte.

Als ich einsah, dass ich nichts aufzubieten hatte gegen das vergnügte Um-Aufmerksamkeit-Heischen unbeschwerter Welpen, ahnungslos gegenüber ihrem eigenen Schicksal, zog ich mich in meine ferne Ecke zurück und wartete.
 Ich hörte ihre Schritte als sie am Ende des Tages kam, um mich zu holen, und trottete hinter ihr her den Gang entlang zu einem abgelegenen Raum. Ein angenehm ruhiger Raum. Sie hob mich auf den Tisch und kraulte meine Ohren und sagte mir, es sei alles in Ordnung. Mein Herz pochte vor Aufregung, was jetzt wohl geschehen würde, aber da war auch ein Gefühl der Erleichterung. Für den Gefangenen der Liebe war die Zeit abgelaufen.
Meiner Natur gemäss war ich aber eher um sie besorgt. Ihre Aufgabe lastet schwer auf ihr, und das fühlte ich, genauso wie ich jede Deiner Stimmungen erfühlen konnte.
 Behutsam legte sie den Stauschlauch an meiner Vorderpfote an, während eine Träne über ihre Wange floss. Ich leckte ihre Hand, um sie zu trösten, genauso wie ich Dich vor vielen Jahren getröstet hatte.
Mit geübtem Griff führte sie die Nadel in meine Vene ein. Als ich den Einstich fühlte und spürte, wie die kühle Flüssigkeit durch meinen Körper lief, wurde ich schläfrig und legte mich hin, blickte in ihre gütigen Augen und flüsterte "Wie konntest Du nur?" Vielleicht verstand sie die Hundesprache und sagte deshalb "Es tut mir ja so leid".
Sie umarmte mich und beeilte sich mir zu erklären, es sei ihre Aufgabe dafür zu sorgen, dass ich bald an einem besseren Ort wäre, wo ich weder ignoriert noch missbraucht noch ausgesetzt werden könnte oder auf mich alleine gestellt wäre - einem Ort der Liebe und des Lichts, vollkommen anders als dieser irdische Ort.

Und mit meiner letzten Kraft versuchte ich ihr mit einem Klopfen meines Schwanzes zu verstehen zu geben, dass mein "Wie konntest Du nur?" nicht ihr galt. Du warst es, mein geliebtes Herrchen, an den ich dachte. Ich werde für immer an Dich denken und auf Dich warten.
Möge Dir ein jeder in Deinem Leben so viel Loyalität zeigen.

Wir möchten Sie dazu ermutigen, "Wie konntest Du nur?"   zu veröffentlichen und so mitzuhelfen, die verbreitete Vorstellung von Tieren als entsorgbar zu ändern und vor Augen zu halten, dass der Entschluss, ein Tier in eine Familie aufzunehmen, eine Verpflichtung bedeutet, welche für die Lebensdauer des Tieres anhält!

Auch wenn es leider nicht viel helfen wird, denn die, denen ihre Tiere hinderlich werden, werden diese Texte sicher nie lesen!

Und es gilt sicher nicht nur für Hunde sondern auch für Pferde, Katzen, Ratten, Vögel und allen anderen von denen, die unsere Freunde sein sollten!

BRIEF EINES ARBEITERS EINER PERRERA (TÖTUNGSSTATION):

 

Ich glaube, unsere Gesellschaft braucht einen Weckruf!

 

Als Leiter einer Perrera werde ich etwas mit Euch teilen ... einen Blick von "innen", wenn Ihr mir erlaubt.

 

Zunächst an alle Züchter und Verkäufer von Hunden, Ihr solltet zumindest einen Tag in einer Perrera arbeiten. Wenn Ihr vielleicht den traurigen, verlorenen Blick in den Augen der Hunde seht, würdet Ihr Eure Meinung ändern und nicht an Menschen verkaufen, die Ihr gar nicht kennt. Gerade diese Welpen könnten am Ende in meiner Perrera landen, wenn sie nicht mehr die süßen Hundebabies sind. Wie würdet Ihr euch fühlen, wenn Ihr wüsstet, dass eine 90%ige Chance besteht, dass diese Hunde nie mehr aus dem Zwinger kommen, wenn sie erst einmal hier gelandet sind? 50% der Hunde, die hier abgegeben werden oder verirrt herum laufen, sind reinrassige Tiere.

 

Die häufigsten Ausreden, die ich höre, sind:

"Wir sind umgezogen, und ich kann unseren Hund / unsere Katze nicht mitnehmen." Wirklich? Wohin ziehen Sie denn und warum suchen Sie sich nicht eine Wohnung oder ein Haus, in dem sie mit ihrem Tier leben können?

"Der Hund wurde größer, als wir dachten." Und was dachten Sie denn, wie große ein deutscher Schäferhund wird????

 "Ich habe keine Zeit mehr für das Tier." Wirklich? Ich arbeite 10 oder 12 Stunden am Tag und ich habe immer noch Zeit für meine 6 Hunde.

 "Er zerstört meinen ganzen Garten." Also, warum haben Sie ihn nicht im Haus mit der Familie?

 

Dann sagen sie immer: "Wir wollen nicht nerven und darauf beharren, dass Sie ihm ein gutes Zuhause suchen, denn wir wissen, dass sie ihn adoptieren werden, er ist nämlich ein guter Hund." Das Traurige daran ist, dass Dein Haustier nicht adoptiert wird. Und weißt Du, wie stressig es in einem Zwinger ist? Nun, lass es mich Dir mal erklären:

 

Dein Tier hat 72 Stunden Zeit, eine neue Familie zu finden. Manchmal ein wenig länger, wenn die Zwinger nicht so voll sind und er völlig gesund bleibt. Wenn Dein Tier sich erkältet, stirbt es.

Die Katzen sehen ihrem sicheren Tod entgegen.

 

Dein Haustier wird in einen kleinen Käfig eingesperrt, umgeben vom lauten Bellen und Schreien von 25 anderen Tieren.

Dein Haustier wird weinen und deprimiert sein und auf seine Familie warten, die es verlassen hat. Wenn Dein Tier Glück hat und es genügend Freiwillige gibt, könnte es sein, dass es mal ausgeführt wird. Wenn nicht, wird

Dein Haustier keinerlei Aufmerksamkeit erhalten, abgesehen von einem Teller mit Fressen, welcher unter die Zwingertür geschoben wird und eine Dusche mit Wasser, um die Exkremente raus zu spülen.

 

Wenn Dein Hund groß und schwarz ist oder einer Kampfhundrasse (Pit Bull, Dogge ...) angehört, hast Du ihn in den sicheren Tod geführt in dem Augenblick, in dem Du mit ihm durch die Tür gekommen bist. Diese Hunde werden in der Regel nicht angenommen. Egal wie "süß" oder wie "trainiert" sie sind.

 

Wenn Dein Hund nicht in den 72 Stunden adoptiert wird und die Perrera voll ist, wird er sterben.

Wenn die Perrera nicht voll ist und Dein Hund attraktiv und süß ist, kann man möglicherweise seine Hinrichtung verzögern, aber nicht für lange.

Die meisten Hunde werden sofort umgebracht, wenn sie sich aggressiv zeigen, aber selbst der ruhigste Hund kann solch ein Verhalten zeigen, wenn er eingesperrt wird und die Veränderungen seines Umfeldes nicht verträgt.

Wenn Dein Hund sich mit Zwingerhusten infiziert (Canine infektiöse Tracheobronchitis) oder einer anderen Infektion der Atemwege, wird er unverzüglich getötet, einfach weil wir keine Ressourcen haben, um Therapien in Höhe von 150,-- € zu bezahlen.

 

Und nun möchte ich Euch etwas über die Euthanasie schreiben, für all die, die noch nie erlebt haben, wie ein vollkommen gesundes Tier umgebracht wird:

Als erstes werden die Hunde mit einer Leine aus ihrem Zwinger geholt, sie denken, dass sie spazieren gehen werden und wedeln mit dem Schwanz, bis wir in "den Raum" kommen, dort bremst jeder Hund ab. Ich bin davon überzeugt, dass sie den Tod und alle verlorenen Seelen riechen, die dort sterben mussten. Es ist seltsam, aber es passiert mit jedem von ihnen.

 

Dein Hund oder Deine Katze wird von 1-2 Menschen gehalten, je nachdem, wie nervös oder groß das Tier ist. Dann wird jemand von der Verwaltung oder ein Tierarzt den Sterbeprozess einleiten. Es wird eine Ader in ihrem Vorderbein gesucht und eine Dosis einer "pinken Substanz" injiziert. Hoffentlich ist Dein Haustier nicht scheu, wenn es von mehreren gehalten wird. Ich habe Hunde gesehen, die sich die Kanüle raus gerissen und in ihrem Blut gebadet haben, begleitet von lautem Weinen und Schreien. Viele schlafen nicht einfach ein, sie krampfen und ringen nach Luft und koten sich ein.

 

Wenn alles fertig ist, wird Dein Tier wie ein Stück Holz gestapelt auf die anderen Hunde, die schon in der Gefriertruhe liegen, um darauf zu warten, wie Abfall abgeholt zu werden. Was passiert als nächstes? Wird es eingeäschert oder begraben? Wird es als Tierfutter verarbeitet? Du wirst es nicht erfahren, aber es war ja nur ein Tier und Du kannst Dir ja jederzeit ein Neues holen, richtig?

 

Ich hoffe, wenn Du bis hierher gelesen hast, dass sich Deine Augen getrübt haben und Dir die Bilder nicht aus dem Kopf gehen, denn ich sehe sie jeden Tag wenn ich nach Hause komme von der Arbeit.

Ich hasse meinen Job, ich hasse es, dass es ihn überhaupt gibt, und ich hasse es zu wissen, dass es ihn weiterhin geben wird, wenn Ihr Euch nicht ändert.

 

Zwischen 9 und 11 Millionen Tiere sterben weltweit jeden Tag in den Perreras! Nur Du kannst das stoppen! Ich mache alles Mögliche, um jedes Leben zu retten, aber die Tierheime sind immer voll und jeden Tag gibt es mehr Tiere, die rein kommen als die, die raus dürfen.

 

Bitte züchte oder kaufe nicht, solange Hunde in den Perreras sterben!

 

 Hasse mich, wenn Du möchtest. Die Wahrheit tut immer weh, und das ist nun mal die Realität. Ich hoffe nur, dass ich mit diesem Brief die Menschen erreichen kann, die züchten, ihre Tiere aussetzen oder wahllos kaufen.

 

Ich wünschte, jemand würde zu mir auf die Arbeit kommen und sagen: "Ich habe ihren Brief gelesen und möchte ein Tier adoptieren". Dann hätte sich alles gelohnt.

 

Bitte, wenn Du möchtest, dass sich das ändert, verteile meinen Brief großzügig.

 

 Jazz M. Onster


Hundebabys zu verkaufen 

                                                                                                                                               

Dieser Satz lockte Kinder an. Bald erschien ein kleiner Junge undfragte: "Für wie viel verkaufen Sie die Babys?"

Der Besitzer meinte "zwischen 30 und 50 Dollar" Der kleine Junge griff in seine Hosentasche und zog etwas Wechselgeld heraus "Ich habe 2,37 Dollar, kann ich sie mir anschauen?" Der Besitzer grinste und pfiff.

 

Aus der Hundehütte kam seine Hündin namens Lady, sie rannte den Gang seines Geschäfts hinunter, gefolgt von fünf kleinen Hundebabys. Eins davon war einzeln, ersichtlich weit hinter den Anderen. Sofort sah der Junge den humpelnden Kleinen. Er fragte "Was fehlt diesem kleinen Hund?"

Der Mann erklärte, dass, als der Kleine geboren wurde, der Tierarzt meinte, er habe ein kaputtes Gelenk und wird für den Rest seines Lebens humpeln. Der kleine Junge, richtig aufgeregt, meinte "den kleinen Hund möchte ich kaufen".

 

 

Der Mann antwortete "nein, den kleinen Hund möchtest du nicht kaufen. Wenn du ihn wirklich möchtest, dann schenke ich ihn dir."

Der kleine Junge war ganz durcheinander. Er sah direkt in die Augen des Mannes und sagte "Ich möchte ihn nicht geschenkt haben. Er ist ganz genauso viel wert wie die anderen Hunde und ich will für ihn den vollen Preis zahlen. Ich gebe Ihnen jetzt die 2,37 Dollar und 50 Cents jeden Monat, bis ich ihn bezahlt habe." Der Mann entgegnete: "du musst den Hund wirklich nicht bezahlen. Er wird niemals rennen, spielen und hüpfen können wie die anderen kleinen Hunde"

                                                                                                                                                                    

 Der kleine Junge langte nach unten und krempelte sein Hosenbein hinauf und zum Vorschein kam sein schlimm verkrümmtes und verkrüppeltes linkes Bein, geschient mit einer dicken Metallstange.

Er sah zu dem Mann hinauf und sagte: " Na ja, ich kann auch nicht so gut rennen und der kleine Hund braucht jemanden, der Verständnis für ihn hat."

 

Der Mann biss sich auf seine Unterlippe. Tränen stiegen in seine Augen, er lächelte und sagte: "mein Sohn, ich hoffe und bete, dass jedes einzelne dieser Hundebabys einen Besitzer wie dich haben wird."


 

Im Leben kommt es nicht darauf an, wer Du bist;

sondern dass jemand Dich dafür schätzt, was Du bist,

Dich akzeptiert und liebt!