"Anständig essen - ein Selbstversuch!" von Karen Duve

Lebt es noch oder isst du es schon? Ein Selbstversuch.
"Die dringendste Frage zu Beginn meiner Bio-Phase: ob ich weiterhin Cola-Light trinken kann. Davon gehe ich nämlich aus. Cola-Light besteht doch sowieso ausschließlich aus Chemie. Da dürfte sich die Bio-Frage eigentlich gar nicht erst stellen."
Karen Duve gehörte nicht eben zur Gesundheitsfraktion. Bratwürstchen und Gummibären wanderten genauso in ihren Einkaufswagen wie Schokolade und Curryketchup in 1-L-Plastikflaschen. Doch dann zog sie mit jemandem zusammen, der schnell den Spitznamen Jiminy Grille erhielt - nach dem personifizierten Gewissen der Holzpuppe Pinocchio. Denn Jiminy schrie auf, wenn Karen Duve nach der "Grillhähnchenpfanne für 2,99" griff. Und Karen Duve musste einräumen, dass das Leben der "Grillhähnchenpfanne" vor ihrer Schockfrostung wohl eher unerfreulich gewesen war. So stellten sich vor der Tief kühltruhe schnell grundlegende Fragen: Darf man Tiere eigentlich essen? Und wenn Tiere nicht, warum dann Pflanzen? Wo beginnt die menschliche Empathie, und warum? Was sind wir bereit aus Rücksicht auf die Mitlebewesen zu opfern? Oder können wir sogar einen persönlichen Gewinn daraus ziehen, unsere Gewohnheiten zu ändern? Irgendwann wollte Karen Duve es wirklich wissen: Jeweils zwei Monate lang testet sie seitdem Ernährungsweisen mit moralischem Anspruch: Biologisch-organisch, vegetarisch, vegan und am Ende sogar frutarisch, also nur das, was die Pflanze freiwillig spendet. Parallel dazu setzt sie sich mit der dahinterstehenden Weltsicht auseinander - und liefert sich mit Jiminy Grille die unausweichlichen Verbalduelle. Erst kurz vor der Veröffentlichung dieses Buches wird sie eine Lebensentscheidung treffen - die, wie sie sich weiter ernähren und weiter leben will. Schonungslos und mit der ihr eigenen knochentrockenen Komik setzt sie sich jenseits aller Ideologien mit der Frage auseinander: Wie viel gönne ich mir auf Kosten anderer?

 


"Tiere essen" von Jonathan Safran Foer

"Der amerikanische Autor Jonathan Safran Foer holt mit seinem Bestseller 'Eating Animals' den Vegetarismus ins Zentrum der Gesellschaft. Nichts ist so unwiderstehlich wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist." Burkhard Müller, Süddeutsche Zeitung

"Diese Geschichte begann nicht als ein Buch. Ich wollte nur wissen - für mich und für meine Familie - was Fleisch eigentlich ist. Wo kommt es her? Wie wird es produziert? Welche Folgen hat unser Fleischkonsum für die Wirtschaft, die Gesellschaft und unsere Umwelt? Gibt es Tiere, die man bedenkenlos essen kann? Gibt es Situationen, in denen der Verzicht auf Fleisch falsch ist? Warum essen wir kein Hundefleisch? Was als persönliche Untersuchung begann, wurde rasch sehr viel mehr als das ..." Jonathan Safran Foer


"Skinny Bitch" von Rory Freedman

Wer Müll isst, ist auch Müll. Jedes Lebensmittel wird in unserem Körper verarbeitet und in den Kreislauf eingeschleust. Es bilden sich neue Zellen, neues Blut, mit dem dann wiederum die Organe arbeiten und so fort. Wer nun diese innere Kraftwerk mit „Müll“, als Junkfood, chemikalisch versetzten und industriell stark veränderten Lebensmitteln und tierischen Eiweißen füttert, der wird wohl eine schlechtere „Produktion“ erwarten können, als diejenigen die sich von möglichst unbehandelten Rohprodukten, pflanzlichen Proteinen sowie Obst und Gemüse ernähren.

Die vegane Ernährung ist ein Grundpfeiler der Skinny Bitch Diät, im Buch wird einleuchtend und teilweise wirklich sehr anschaulich erklärt, warum das so ist. Aus diesem Grunde sollte man sich, bevor man das Buch liest, im Klaren über eines sein: Es kann tatsächlich sein, dass sie vom Fleisch- und Milchjunkie zum Veganer werden, auch wenn Sie sich das niemals vorstellen konnten.


"A Street Cat Named Bob" von James Bowen

Als James Bowen einen roten verletzten Kater im Flur seiner Notunterkunft findet, ahnt er nicht, wie sehr sich das Leben für beide durch diese Begegnung ändern wird. James lebte von der Hand in den Mund auf den Straßen Londons. Das Letzte, was er gebrauchen konnte, war ein Haustier. Dennoch beschließt er, dem Kater zu helfen und versorgt ihn, so dass er wieder gesund wird. Danach setzt er ihn raus, damit er sein Streunerleben fortsetzen kann. Doch Bob, so hatte James ihn in der Zwischenzeit genannt, hat andere Pläne...

Beide sind inzwischen unzertrennlich und die schönen Erzählungen über diese tiefe Freundschaft zwischen Mensch und Kater sind herzerwärmend. Der Leser kann anhand der bestandenen Abenteuer miterleben, wie sie sich gegenseitig über die schweren Zeiten helfen und nach und nach dafür Sorgen, dass die Narben verheilen, die das jeweilige schwere Leben bis dahin hinterlassen hat.

Inzwischen ist das Buch auch auf Deutsch verfügbar!


"Hubert sucht das Glück" von Cora Carat

Fünf Esel grasen auf Bauer Pauls Koppel: Vier kleine graue und Hubert, ein großer brauner. Hubert ist wie alle seine Artgenossen: Klug, genügsam und treu. Er spürt wie traurig sein Herr nach dem Tod der kleinen Tochter ist und nimmt sich vor, ihm das Glück zurückzubringen. So macht er sich eines Tages auf den Weg, das Glück zu suchen. Aber wohin er auch kommt, ist das Glück gerade nicht da. Hat der bunte Papagei es stibitzt oder hängt es im Gießkannenbaum? Und wie sieht es eigentlich aus? Bis ins Spinnwebenland ist Hubert unterwegs. Aber er gibt nicht auf und sucht weiter …

Cora hat bei uns unser Sorgenseelchen , die Katze Clara, adoptiert. Dabei wurden wir auf ihr Talent für Kinderbücher aufmerksam. Sie schreibt sehr herzerwärmend und liebevoll - ein tolles Buch für Kinder. Und im März 2012 erschien ihr neustes Buch "Jeder Regenwurm hat zwei Enden".


"Oscar - was uns ein Kater über das Leben und Sterben lehrt" von Dr. David Dosa

Die Geschichte eines ganz besonderen Katers Wenn sich Oscar, der Stationskater, zu einem Patienten auf das Bett legt, dann wissen Doktor Dosa und die Schwestern des Pflegeheims, dass es so weit ist. Denn Oscar spürt, wann ein Mensch sterben wird. Schnurrend schmiegt er sich an ihn – und bleibt bis zum letzten Atemzug. Oscar gibt Sterbenden, was ihnen von den Menschen oft verwehrt wird: tröstenden Beistand am Lebensende. "Wenn wir sterben, zählt allein die Wärme, die uns begleitet."

David Dosa ist Professor an der Brown University und praktiziert als Facharzt für Geriatrie im Pflegeheim Steere House Center in Providence, Rhode Island. Er hat die besondere Gabe von Oscar sehr sensibel beschrieben - ein tolles Buch, das wir uneingeschränkt empfehlen können.

 


"Homer und ich - wie mir ein blindes Kätzchen die Freude am Leben zurückgab" von Gwen Cooper

Das Letzte, was Gwen Cooper in ihrer Lebenssituation brauchte, war eine weitere Katze, dazu noch eine blinde. Dennoch ging sie zur Tierärztin und schaute sie das Katzenbaby an, dem man aufgrund eines schweren Infekts beide Augen entfernen musste mit 2 Wochen. Alle sagten, man müsse das Tier von seinen Leiden erlösen, doch Gwen hat den kleinen Kerl adoptiert und beschreibt in ihrem Buch mit viel Liebe und Freude, wie Homer von Tag eins an ihr Leben veränderte, und wie sie von diesem kleinen blinden Kerl lernte, die kleinen Dinge im Leben zu genießen. 

Homer lebt noch heute, inzwischen ist er 15 Jahre alt, jedoch auch langsam kränklich ein wenig leider. Aber wer sich weiter für ihn und Gwens Katzen interessiert, kann auf ihrer Homepage weiterlesen: www.gwencooper.com

Wunderschönes Buch, wobei die englische Version wenigstens den echte Homer auf dem Cover hat - er ist nämlich pechschwarz. :-) Das Buch ist eine echte Freude und zeigt, wieviel Besonderheit und Liebe auch Handicap-Katzen in unser Leben bringen können.